Sie befinden sich hier:

Der Kurs 2019 hat begonnen. Sie können sich für den Folgekurs bewerben.

Nähere Informationen erhalten Sie über das Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Was ist Psychoanalytische Pädagogik?

Die Psychoanalytische Pädagogik nutzt Praxiserfahrungen und Forschungsergebnisse der Psychoanalyse für Pädagogik und Soziale Arbeit. Sie geht von der Grundannahme aus, dass menschliches Verhalten durch unbewusste Prozesse wesentlich mitgestaltet wird, Unbewusstes somit auch berufliche Beziehungen beeinflusst. Psychoanalytische Pädagogik beschäftigt sich mit der Frage, in welcher Weise Beziehungsmuster der Beteiligten und ihr Zusammenspiel professionelle Situationen bestimmen. Im Fokus steht das Verstehen von zwischenmenschlichen Vorgängen, auch vor dem Hintergrund institutioneller und gesellschaftlicher Verhältnisse. Die psychoanalytisch-pädagogische Methode des „szenischen Verstehens“ arbeitet an einem Zugang zu verborgenen Sinnzusammenhängen. Betrachtet werden das eigene Erleben und die subjektive Wahrnehmung des sozialen Geschehens. Erfahrungen, Reaktionen, Eindrücke, Gedanken, Gefühle und Fantasien bilden den Ausgang der Reflexion. Die psychoanalytischen Konzepte von Übertragung, Gegenübertragung, Abwehr, Widerstand u.a. werden unter Einbeziehung der beruflichen Erfahrungen der Teilnehmenden vermittelt. Hieraus können neue Handlungsoptionen entstehen. Erkenntnisse der psychoanalytischen Entwicklungstheorie, der Bindungs- sowie Mentalisierungstheorie, der Traumaforschung, der Gruppenanalyse u.a. werden für die Arbeit genutzt.

 

Dreijährige berufsbegleitende Weiterbildung

Die Weiterbildung wendet sich an Fachkräfte mit abgeschlossenem Hochschulstudium und mehrjähriger Berufspraxis, insbesondere an PädagogInnen, Lehrkräfte, PsychologInnen, SozialpädagogInnen und SozialarbeiterInnen.

Die Weiterbildung vermittelt breitgefächerte psychoanalytisch-pädagogische Kompetenzen, die befähigen, hochkomplexe Anforderungen des Praxisfeldes zu bewältigen. Bausteine der Weiterbildung sind Theorieseminare, Supervision und Gruppenanalytische Selbsterfahrung. Sie werden voneinander unabhängig durchgeführt und geleitet. Die Weiterbildung ist für eine verbindlich zusammengesetzte Gruppe angelegt, deren TeilnehmerInnen in einem gemeinsamen Lernprozess alle Bausteine in Anspruch nehmen.

Theorieseminare vermitteln Grundkenntnisse der Psychoanalyse und der Psychoanalytischen Pädagogik sowie praxisrelevanter Themenbereiche. Ein Teil der Seminare bezieht sich schwerpunktmäßig auf die aktuellen Praxisfelder der TeilnehmerInnen.

Supervisionssitzungen bearbeiten Material aus dem beruflichen Alltag der TeilnehmerInnen. Die Gruppe arbeitet vor dem Hintergrund der eigenen (berufs-)biographischen Geschichte am Verstehen eingebrachter Fallsituationen und Fragestellungen.

Die Gruppenanalytische Selbsterfahrung beschäftigt sich mit biographischen Themen der TeilnehmerInnen, die sich u.a. als unbewusste Beziehungsmuster im beruflichen Alltag abbilden.

Die Weiterbildung wird mit dem qualifizierenden Zertifikat „Psychoanalytische Pädagogik“ abgeschlossen. Für weitere Informationen wenden Sie sich an das Sekretariat des FAPP.

 

Themen der Theorieseminare

    • Psychoanalytische Pädagogik / psychoanalytisch fundierte Soziale Arbeit
    • Psychoanalytische Grundbegriffe
    • Psychoanalytisches Verstehen
    • Psychoanalytische Entwicklungspsychologie
    • Psychoanalytische Traumatheorie
    • Psychodynamik der Verhaltensauffälligkeiten und Lernstörungen
    • Erstkontakte, psa Gesprächsführung, Beratung und Beratungskompetenz
    • Spiel und Spielbeobachtung, Spieldiagnostik
    • Familiendynamik
    • Gruppenprozesse
    • Interkulturelle Erziehung
    • Institutionsanalyse
    • Theorie der Praxisfelder

Bausteine der Weiterbildung

  • 120 Doppelstunden Supervision der beruflichen Praxis (wöchentlich eine Sitzung)
  • 120 Doppelstunden Theorie (wöchentlich eine Sitzung)
  • 120 Doppelstunden gruppenanalytische Selbsterfahrung (in 5 Wochenendblocks/Jahr)

 Anmeldung

Ihre schriftliche Bewerbung bestehend aus

  1. einer Kopie Ihres Abschlusses,
  2. einem beruflichen tabellarischen Lebenslauf und
  3. einem kurzen persönlichen Lebensbericht (Motivationsschreiben)

senden Sie bitte an das Sekretariat des FAPP.
Den Beginn des nächsten Weiterbildungsgangs können Sie im Sekretariat erfahren.

Kosten

  • 210 € pro Monat
  •   90 €  Erstinterview (einmalig)
  •   50 €  Gruppeninterview (einmalig)
  • 250 € Abschlusskolloquium/Zertifikat (einmalig)