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Fachkräfte der Sozialen Arbeit und Pädagogik

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Psychodynamisch fundierte Ansätze in der Betreuung von sogenannten geistig behinderten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen spielen häufig kaum eine Rolle, sie werden entweder ignoriert oder sogar als schädlich und ungeeignet diffamiert. Pädagogische und therapeutische Ansätze in der Arbeit mit diesem Klientel sind stattdessen nach wie vor stark symptomorientiert ausgerichtet. Es überwiegen Empfehlungen, die Verhaltensmodifikationen als primäre Zielsetzungen haben wie z.B. Sozialtrainingsprogramme.

Eine psychoanalytisch fundierte Heilpädagogik arbeitet hingegen mit und an Beziehungen. Mit Hilfe von Beziehungsangeboten wird versucht, einen fördernden Dialog zu entwickeln, der in einem dialektischen Wechselspiel zwischen Halten und Zumuten eingebettet sein muss. Neben dem Konzept des Szenischen Verstehens – frühkindliche Beziehungserfahrungen werden infolge des Wiederholungszwanges oft in pädagogischen Situationen szenisch wiederbelebt – ist die Reflexion der Übertragungs- und Gegenübertragungsreaktionen ein wichtiger Verstehenszugang.

Ziele der Fortbildung

Neben grundlegenden Kenntnissen von psychoanalytischen Entwicklungstheorien, behinderungsspezifischen Besonderheiten sowie einer psychoanalytisch-pädagogischen Wahrnehmungs- und Reflexionshaltung ist es für im Behindertenbereich tätige Fachkräfte wichtig, einen konstruktiven Handlungszugang zu den KlientInnen in vielfältigen Situationen zu finden. Das heißt:

  • Psychoanalytisch-pädagogische Verstehenszugänge und angemessene Handlungsmöglichkeiten im Kontext von Geistiger Behinderung zu entwickeln.
  • Erkennen der eigenen Rolle und ihrer Bedeutung für die professionelle Beziehung.
  • Nutzung der persönlichen Gedanken, Phantasien und Gefühle der PädagogInnen als Erkenntnisinstrumente.
  • Erkennen der Bedürfnisse der KlientInnen sowie der bewussten und unbewussten Motive ihres Handelns.
  • Dialogische Aushandlung von Perspektiven der Förderung. In-Bezug-Setzung des konkreten pädagogischen Handelns und psychoanalytisch-pädagogischer Reflexion.
  • Empathie und Introspektion als Teil eines reflexiven Arbeitskonzeptes.
  • Verstehen individueller und interpersoneller Konflikte in sozialen und pädagogischen Kontexten unter Berücksichtigung behinderungsspezifischer Besonderheiten.
  • Die Sensibilisierung für nonverbale Äußerungen (Blickkontakt, Mimik und Gestik) – insbesondere bei nichtsprechenden bzw. in der Sprache eingeschränkten KlientInnen.

 

Die Fortbildung wendet sich an

PädagogInnen, LehrerInnen, PsychologInnen, SozialpädagogInnen, SozialarbeiterInnen sowie ErzieherInnen und in anderen sozialen Berufen Tätige.

Abschluss: qualifiziertes Zertifikat.

 

Inhalte der Fortbildung

  • Erster Termin: 18.11.2017
    Einführung in die Psychoanalytische Pädagogik
    Referent: Prof. Dr. Manfred Gerspach

  • Zweiter Termin: 20.01.2018
    Psychodynamische Aspekte in der Heilpädagogik
    Referent: Prof. Dr. Manfred Gerspach

  • Dritter Termin: 10.03.2018
    Sexualität bei Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung
    Referentin: Prof. Dr. Svenja Heck

  • Vierter Termin: 19.05.2018
    Möglichkeiten und Grenzen einer psychodynamisch orientierten Beziehungsarbeit bei Menschen mit einer geistigen Behinderung
    Referentin: Ursula Pforr

  • Fünfter Termin: 18.08.2018
    Autismus – Psychoanalytisch-pädagogische Verstehenszugänge und Handlungsmöglichkeiten
    Referent: Joachim Heilmann

 

Ort

Die Fortbildung findet in den Räumen des Psychoanalytischen Zentrums Frankfurt am Main, Myliusstraße 20, 60323 Frankfurt am Main, statt.

 

Kosten

Der Fortbildungsbeitrag beträgt 750 € (für alle fünf Tagestermine, jeweils 10:00 – 17:30 Uhr).

 

Leitung

Joachim Heilmann
Diplompädagoge
Psychoanalytischer Pädagoge
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut (TP)

 

Anmeldung

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Telefon: 069-701655

 

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