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Diese Fortbildung zielt auf die Vermittlung von theoretischem und praktischem Wissen und Können in „Psychoanalytischer Beratung“ auf der Basis der Psychoanalytischen Pädagogik. Im Zentrum stehen die Interaktionen zwischen den KlientInnen und Fachkräften in den jeweiligen Kontexten mit ihren der beraterischen Praxis vorgelagerten sozialen, institutionellen, juristischen und psychosozialen Bedingungen (z.B. das SGB VIII mit seinen Regelungen).

Die Gestaltung der Gesprächssituationen in psychosozialen Institutionen ist anspruchsvoll. Es gilt, das rechte Maß zwischen institutionellen Zielsetzungen und den Problemlagen der KlientInnen zu finden. Es muss zwischen zu großer Nähe und Distanz balanciert werden. In diesem Zusammenhang stellen sich mehrere Aufgaben: Beratung ist niemals nur eine sachlich-bewusste Gesprächssituation, sondern ebenso ein Prozess auf den emotional-unbewusste Einstellungen und Konflikte einwirken. In diesem Wechselspiel sind Verstrickungen zwischen BeraterInnen und KlientInnen immer möglich, die eine gelingende Beratungspraxis und Problemlösungen erschweren. Es ist deswegen notwendig, diese Aspekte zu klären und die Gesprächssituation so zu gestalten, dass die Klienten ihre Problemlagen besser verstehen und das Für und Wider möglicher Entscheidungen abwägen und reflektieren können.

Erster Block: Verstehens- und verständigungsorientierte Grundannahmen psychoanalytisch-pädagogischer Beratung

Zweiter Block: „Szenisches Verstehen“ im Kontext – ein Kernelement psychoanalytischer Beratung

Dritter Block: Gestaltung der Erstkontakte

Vierter Block: Techniken der Beratung und Gesprächsführung – kasuistische Übungen

Fünfter Block: Beratung von Eltern und Familien 

Sechster Block: Gendersensible Beratung

Siebter Block: Transkulturelle Beratung

 

Organisationsform und Ort:
Am Anfang der Fortbildung steht ein zweitägiges Selbsterfahrungswochenende. Die anschließenden sieben Blöcke finden jeweils ganztägig von Freitag bis Sonntag statt (Fr und Sa  theorie- und praxisbezogene Seminare). Jedes Wochenende schließt mit einem  Selbsterfahrungstag ab, um die erarbeiteten Themen für die Beratung zu vertiefen und zu festigen. Die Gruppensupervision findet fortlaufend einmal im Monat samstags vormittags statt.

Umfang:
Einführung in die Fortbildung: 1 Sitzung (90 Min.); berufsbezogene gruppenanalytische Selbsterfahrung: 36 Sitzungen (je 90Min.); Theorie: 56 Sitzungen (je 90 Min.); Gruppensupervision: 30 Sitzungen (je 90 Min.)

Voraussetzungen für die Teilnahme:
Die Fortbildung wendet sich an PädagogInnen, LehrerInnen, PsychologInnen, SozialpädagogInnen, SozialarbeiterInnen, ErzieherInnen mit einem Hochschulstudium bzw. mit einer einschlägigen Berufsausbildung mit staatlicher Anerkennung und mehrjähriger Berufserfahrung.

Zulassung:
Die Zulassung erfolgt aufgrund der Selbsterfahrung über ein zweistufiges Verfahren, das Erst- und das Gruppeninterview.

Dauer: 18 Monate

Kosten: Erstinterview 60 € (einmalig), Theorie, Supervision, Gruppenselbsterfahrung monatlich 160 € (für die Dauer von 18 Monaten).


Abschluss:
Die Fortbildung endet mit einem Zertifkat (fakultativ), das eine Abschlussarbeit und ein Kolloquium beinhaltet. Das Kolloquiumsverfahren ist zusätzlich kostenpflichtig.

Beginn: Den Beginn der nächsten Gruppe erfahren Sie im Sekretariat

Prof. Dr. Annelinde Eggert-Schmid Noerr und Dipl.-Päd. Joachim Heilmann leiten diese Fortbildung.
Weitere DozentInnen werden für Theorie, Supervision und Selbsterfahrung engagiert.

Schriftliche Bewerbung:
Persönliches Anschreiben, beruflicher Lebenslauf und Zeugniskopien.

senden Sie bitte an:

FAPP - Frankfurter Arbeitskreis für Psychoanalytische Pädagogik e.V.
Myliusstraße 20, 60323 Frankfurt/M.
Tel. 069-701655
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www.fapp-frankfurt.de

Curriculum zum downloaden